Diese Seite drucken

7. Demografischer Wandel in der Jugendhilfe

 

 

Die Veranstaltungen zum Demografischen Wandel wurden in Kooperation und gemeinsamer inhaltlicher und fachlicher Verantwortung mit dem niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit geplant und werden als Kooperationsveranstaltungen durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt durch das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit.

 

7.1. Kann die „geschrumpfte Gesellschaft“ noch Kindgerecht
sein?

 

Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf junge und
alte Menschen, auf Mädchen und Jungen, auf Migrantinnen und
Migranten, auf Erwerbstätige und Arbeitslose. Das bedeutet für
die Organisation des öffentlichen Lebens einen gesellschaftlichen
Umbruch.- mit Reaktionen auf dem Arbeitsmarkt- mit der Veränderung von Wohnen und Leben- mit Antworten auf die „Verinselung von Kindheit“,
d.h. die Frage nach Veränderung der
Angebotsstruktur der Kinder- und Jugendhilfe
Ist die Bürgergesellschaft (Ehrenamt, Selbsthilfe, Partizipation)
eine adäquate Antwort?

 

  • Einleitung und Begrüßung: Frau Dr. Ursula Aumüller-Roske – Hannover
  • Moderation: Frau Waltraud Bonekamp - Hannover
  • Referent: Herr Prof. Dr. Hans Bertram – Humbolt-Universität Berlin
  • Zeit: Do. 13:30 – 15:00 Uhr

 

7.2. Umbau statt Abbau – Neues Motto für die
Jugendhilfe?

 

Der Geburtenrückgang in Deutschland ist nicht das Ergebnis
einer Polarisierung eindimensionaler Erklärungsansätze (Kinderlose
versus Eltern). Demografischen Wandel im Blick habend
erfordert vielfältige Veränderungen und Auswirkungen
z.B. für:- nachhaltige Jugend- und Familienpolitik als
Lebensverlaufspolitik- zukunftsorientierte und nachhaltige Jugendund
Familienpolitik und Geschlechtergerechtigkeit- nachhaltige Jugend- und Familienpolitik zur
Neugestaltung der Infrastruktur (finanzielle
Transferleistungen, Elterngeld, Familienkasse/
Veränderung von Wohnen und Leben / Organisation
von Bildung (lebenslanges Lernen))

 

  • Moderation: Frau Birgit Maaß - Hannover
  • Referent: Herr Prof. Dr. Hans Bertram – Humbolt-Universität Berlin
  • Zeit: Do. 15:30 – 17:00 Uhr

 

7.3. Ich sprüh´s auf jede Häuserwand, neue Kinder
braucht das Land. Bei allen möglicherweise sogar
verständlichen Vorbehalten – ein deutliches Anheben
der Zahl der Geburten ist nicht nur erforderlich, sondern
auch realisierbar.

 

Der Rückgang der Geburtenzahlen ist kein natürlicher Vorgang,
sondern die Konsequenz eines tiefgreifenden gesellschaftlichen
Wandels. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird hierbei
eine zentrale Rolle spielen. Die Kinder- und Jugendhilfe ist als
Interessenvertretung von Kindern, Jugendlichen und Eltern gefordert,
eigene jugend- und familienpolitische Forderungen zu
stellen. Sie ist dadurch ein wesentlicher Akteur zur Veränderung
gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Hierfür ist die Erarbeitung
einer eigenen Position notwendig, die die Interessen
der Kinder und Jugendlichen für gelingendes Aufwachsen in
den Vordergrund stellt. Hierbei werden Forderungen nach der
finanziellen Unterstützung von Familien, die Entlastung durch
Betreuung und Erziehung sowie Fragen der Geschlechtergerechtigkeit
eine wesentliche Rolle spielen.

 

  • Moderation: Herr Jochen Weber – Osnabrück, Frau Christiane Kluge - Bremen
  • Referentin: Frau Prof. Dr. Irene Gerlach – Universität Münster
  • Zeit: Fr. 10:00 – 12:00 Uhr